Auftritt im Klingelpütz
Die KölschFraktion hat am Mittwochabend Gefängnisluft geschnuppert! Das kölsche Trio hat aber nichts verbrochen, sondern ist für den guten Zweck neben drei anderen Bands und dem Kölner Dreigestirn vor 175 weiblichen Gefangenen in der JVA Ossendorf, dem Klingelpütz, aufgetreten.
Zwar war das Gefühl, als sich die Gefängnistore hinter dem bandbus schlossen, bei allen Beteiligten ein mulmiges, im Saal selber war dann aber fast kein Unterschied zu einem “normalen” Fastelovendssaal zu spüren. Die Frauen der JVA standen teilweise auf den Stühlen und machten begeistert mit, bedeutet für sie so ein Auftritt von kölschen Hochkarätern doch eine sehr willkommene Abwechslung vom Gefängnisalltag.
Die Sitzung, die vom Festkomitee und dem Arbeitskreis Bildung der JVA organisiert wurde, soll dazu dienen, einen Teil zur Resozialisierung beizutragen. Da ist der Karneval als verbindendes Element zwischen “drinnen” und “draußen” genau das richtige Instrument. Findet auch F. M. Willizil: “Die haben zwar alle was angestellt, aber du merkst, dass die Leute einfach mal froh sind, dass sie mal aus ihrer Situation so ein bisschen rauskommen können. Die Stimmung war richtig klasse, das hatte ich mir so nicht vorgestellt.” Auch Kollege Peter Horn fand die Stimmung richtig gut, vom Gefühl, im Gefängnis aufzutreten konnte er sich aber nicht völlig frei machen. “Alles andere als zu sagen es ist beklemmend, wäre gelogen. Bei aller Wertschätzung für die Insassen, ich bin froh, wenn ich wieder draußen bin!”
Am Ende konnte die gesamte KölschFraktion den Klingelpütz dann auch problemlos verlassen, mit der Gewissheit, einigen Gefangenen einen unvergesslichen Abend bereitet zu haben.


